
Yu Shen –- Der „Jade-Gott“, einer der Allerersten. Geschichtlich tauchte Yu Shen vor ca. 12.000 Jahren auf und weilte unter den Menschen bis vor ca. 7.000 Jahren. Er hatte im Gegensatz zu den meisten anderen der Allerersten eher ein recht menschliches Aussehen. Seine markanten Gesichtszüge jedoch zeigten gar keine Ähnlichkeit mit chinesischen oder asiatischen Nationalitäten auf. Vielmehr erinnern die recht harten Gesichtszüge, die mit Europäer ähnliche große Nase und die eckigen Wagen- und Kieferknochen, an die Statuen auf der Osterinsel oder an assyrisch-babylonischen Darstellungen, besonders des Licht-Gottes Marduk. Über seinen sehr streng schauenden Augen waren 2 nach oben ragende Knochenplatten, die wie Knochenwucherungen wirkten und häufig als kleine Hörner interpretiert wurden. Er trat genau in dem Moment in Erscheinung, als He Shen ("Gott der Harmonie") untertauchte und lehrte sie die Geheimnisse des Himmels und der Erde. Verehrt wurde er bis in die Zeit des Beginns der Zhou-Dynastie (ca. 3.000 Jahre). Besonders die Shang-Dynastie (1766–1122 v.Chr.) wurde sehr durch ihn geprägt, obgleich gerade hier besonders viele seiner Aussagen falsch interpretiert wurden, die letztlich zum Untergang dieser Dynastie führten. Sehr viele Statuen, besonders aus Jade und Bronze aber auch aus Gold, die teils aus viel früherer Zeit stammten, wurden in heutiger Zeit in den Gräbern der Shang gefunden.
Aktualisiert (Montag, den 14. Februar 2011 um 15:05 Uhr)
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Shen Nung - Der "Gott der Medizin und des Tees", einer der San Huang (“Die Drei Erhabenen“) und Mitbegründer der chinesischen Kultur. Am Beginn der über 5.000-jährigen Chinesischen Tee-Tradition steht eine alte überlieferte Legende, die auf Shen Nung, den 2. Herrscher der San Huang (“Die Drei Erhabenen“) aus der Yin Shang-Ära, die noch weit vor der Xia-Dynastie war, zurückgeht. Die San Huang, Fu Xie, Shen Nung und Nü Wa waren die Begründer der chinesischen Kultur. Sie wurden einst von Drachen gezeugt und trugen das himmlische Wissen der Allerersten noch in sich. „Dieses Wissen [der Allerersten] umfaßt den Baum des Lebens, sowie alle Geheimnisse der Barmherzigkeit und Gerechtigkeit, alle Geheimnisse der Enden des Himmels und alle Behälter aller Sterne und Lichter.“ (Shui Xiang Shang Ti)
Shen Nung regierte bis vor ca. 4.700 Jahren. Viele der wichtigen Erfindungen in China gehen auf ihn zurück. So verdankt man ihm in China nicht nur verschiedenste Kochmethoden, das Wissen und den gezielten Anbau der Getreidearten Reis, Soja, Hirse, Sorghum und Weizen, die Herstellung von Küchengeräten, Keramiktöpfen und Filzhüten, auch der Hausbau, Boot- und Wagen-Bau (somit auch die Erfindung des Rades), die Seidenraupen-Zucht und die Seiden-Herstellung, das Bronze-Gießen, die Erfindung des Bogens für die Jagd und die Entwicklung der Musik sind durch ihn entstandene Errungenschaften. Auch der erste Kompaß, der Shi Nan, geht auf ihn zurück. Die Besonderheit hier liegt darin, daß dieser Kompaß stets den Weg nach Süden zeigt, der stärksten Konzentration des Yang.
Aktualisiert (Montag, den 14. Februar 2011 um 15:08 Uhr)
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Eine weitere uralte Legende, die in alter Zeit sehr verbreitet war, ist die Legende von Hun Dun. In den Schriften des „Shan Hai Jing“ („Das Buch der Berge und Seen“, eine achtzehnbändige Schriftreihe über die Ursprünge der Welt aus der Zhou-Zeit), dem „Chun Qiu Zuo Zhuan“ („Die Frühlings- und Herbstannalen mit dem Kommentar des Zuo“) und dem „Nan Hua Zhen Jing“ („Das wahre Buch des südlichen Blütenlandes“, das Buch des Meister Zhuang – hier im Buch VII, dem Kapitel „Für den Gebrauch der Könige und Fürsten“) von Zhuang Zi (Dschuang Dsi), finden sich noch Teile dieser Legende.
Auch in dieser Überlieferung geht es im Grunde um dieselbe Thematik. So wird auch hier wiederum von einem uralten Wesen berichtet, dem „Gott des Chaos“, der vernichtet werden musste, damit das physische Universum Gestalt annehmen konnte. Sein Name „Hun Dun“ bedeutet: „Ur-Dunkel“ oder „Strudelndes Einerlei“, „Gestaltloser“ oder „Ur-Chaos“. Er war der Ruchlose. der Missratene, der Sohn des Ur-Herrschers Shang Ti. Dieses sehr böse Geist-Wesen hat, obgleich es unsichtbar war, eine sehr eigentümliche Gestalt. Er soll „wie ein gelber Sack“ ausgesehen haben, jedoch „von flammendroter Färbung“ und tat nichts, als zu tanzen, wie ein Trunkener oder zu schlafen. Er besass sechs Beine, die denen eines Tigers ähnelten und vier kräftige Flügel eines Phönix, jedoch keinen Kopf und somit weder Gesicht, noch Augen oder Ohren, noch sonstige Körperöffnungen.
Aktualisiert (Montag, den 14. Februar 2011 um 15:04 Uhr)
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Fu Xi - Der "Gott der dunklen Magie und Erbauer der Festungen", einer der San Huang (Drei Erhabenen“) und Mitbegründer der chinesischen Kultur. Die bekannteste Legende von Fu Xi ist folgende: Eines Tages ging die Anführerin des Hua Xu-Stammes, die in der westlichen Provinz Gan Su, in der Nähe der heutigen Stadt Tian Shui gelebt haben soll, am Donnergott-Moor „Lei Ze“ spazieren. Hua Xu (in einer anderen Legende als „Jiang Yuan“ bezeichnet) war sehr überrascht, als sie zufällig eine riesige Fußspur bemerkte. Neugierig trat sie mit ihrem Fuß in diese Spur. Da bemerkte sie ein eigenartiges ziehendes Gefühl im Bauch. Sie ward schwanger. – Einige Zeit später gebar sie Fu Xi. Fu Xi war jedoch nur zur Hälfte ein Mensch. Er hatte einen menschlichen Kopf und den Körper einer Schlange. Jeder wußte so, er war der Sohn eines Drachen.
Die Legenden besagen, daß Fu Xi die acht Trigramme (Ba Gua) entdeckte, als er über Himmel und Erde meditierte, er entdeckte auf dem Rücken eines Qi Lin (Drachen-Pferdes), das aus dem Huang He („Gelber Fluß“) stieg, das He Tu und lernte so, den Kosmos zu beherrschen. Er entdeckte weiterhin das Luo Shu auf dem Rücken einer Schildkröte, führte den Kalender ein, benutzte geknotete Schnüre zum Messen von Entfernung und Zeit, gilt als der Erfinder der Schrift, indem er die Spuren der Vögel im Sand beobachtete, lernte dann die Kunst des Schreibens von einem gelehrten Drachen, dem er am Ufer des Huang He („Gelber Fluß“) begegnete, schnitzte die ersten Bücher, soll den Menschen Medizin, Melodie und Musik gebracht haben, gründete die Zivilisation und die Ehe, benutzt Magie und Wahrsagen um die Politik zu leiten, führt Verwaltungen ein, erfand die Jagdwaffen und den Fischfang. Auch der Bau der ersten Mauern, Städte und Opferaltäre werden ihm zugeschrieben.
Aktualisiert (Montag, den 14. Februar 2011 um 15:07 Uhr)
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Es gibt gerade im Gebiet des uns heute als China bekannten Gebietes eine Vielzahl von Mythen, so dass eine allein keinen Anspruch darauf haben kann, die einzige Wahrheit widerzugeben. Auch die grossen Religionen dieser Welt können diesen Anspruch nicht postulieren. Vielmehr geht es generell darum, dass jeder Einzelne von uns seinen Glauben an Mythen und Religionen festigt, ohne dass er durch Sektenführer oder ähnliche Personen oder Institutionen dazu gezwungen wird. Bei den Mythen und auch den grossen Religionen wiederum finden sich auch für den Laien zahlreiche Parallelen, die insgesamt auf einen einzigen Ursprung hinweisen. Betrachtet man dies neutral und sachlich, tauscht die Begriffe aus und sieht das Gesamtbild, dann entsteht ein Basiswissen des Glaubens.
Hier geben wir Ihnen stichwortartig den Mythos der Familie Wu wieder, die dieses Wissen seit Jahrtausenden weitergibt und welches wir hier zur Diskussion stellen.
Aktualisiert (Montag, den 14. Februar 2011 um 15:08 Uhr)
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Das Reich Wu (吳国) - Die Wiege der chinesischen Zivilisation. Das Reich Wu (吳 / 吴) war ein mächtiger Staat vor der Zeit der "Frühlings- und Herbstannalen" bis in die "Zeit der Streitenden Reiche" an der Seeküste in der Gegend des unteren Yangtse, nördlich des so genannten Staates Yue. Die Lage von Wu entspricht in etwa der heutigen Provinz Jiangsu. Zur Geschichte:
Das Reich Wu wurde von Wu Tai Bo (吳太伯) (Geburtsname: Ji Tai Bo - 姬太伯) begründet. Er galt als ein sehr weiser und gerechter Herrscher des "Goldenen Zeitalters", in der Zeit des "Alten Himmels". Stets vermied er Streitigkeiten oder kriegerische Auseinandersetzungen. Dies war auch einer der Gründe, die ihn bewogen in den Osten zu ziehen, um einer Fehde mit seinem jüngeren Bruder Ji Ji Li (姬季历) aus dem Wege zu gehen. Er gründete dort ein eigenes Reich - das Reich "Wu Guo" (吳国) und war der Ahnherr der späteren Wu-Familie. Wu Tai Bo (吳太伯) war der älteste Sohn von Ji Dan Fu (姬亶父) (postum-Name Zhou Tai Wang – 周太王) ist einer der Ahnherren der Zhou-Dynastie. Er geht in 12. Generation in direkter Abstammung auf Huang Di (黃帝) zurück, den legendären "Gelben Kaiser" und ersten Ur-Herrscher Chinas.
Aktualisiert (Montag, den 14. Februar 2011 um 14:41 Uhr)
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