Struktur der Schöpfung

 

Es gibt gerade im Gebiet des uns heute als China bekannten Gebietes eine Vielzahl von Mythen, so dass eine allein keinen Anspruch darauf haben kann, die einzige Wahrheit widerzugeben. Auch die grossen Religionen dieser Welt können diesen Anspruch nicht postulieren. Vielmehr geht es generell darum, dass jeder Einzelne von uns seinen Glauben an Mythen und Religionen festigt, ohne dass er durch Sektenführer oder ähnliche Personen oder Institutionen dazu gezwungen wird. Bei den Mythen und auch den grossen Religionen wiederum finden sich auch für den Laien zahlreiche Parallelen, die insgesamt auf einen einzigen Ursprung hinweisen. Betrachtet man dies neutral und sachlich, tauscht die Begriffe aus und sieht das Gesamtbild, dann entsteht ein Basiswissen des Glaubens.

Hier geben wir Ihnen stichwortartig den Mythos der Familie Wu wieder, die dieses Wissen seit Jahrtausenden weitergibt und welches wir hier zur Diskussion stellen.

 

 

 

 

Struktur der Schöpfung (nach den Familien-Überlieferungen von Wu):

Die Basis ist der Shöpfergott ShangTi bzw. Xian. Reiner Geist, die Ur-Energie, das Dao. Analogien zu Aton (altägyptisch), Jachwe (Altes Testament), Allah (Islam). Der Schöpfergott schuf die Allerersten, die Kui Long (auch: Anführer-Drachen,Haupt-Drachen) oder Hua Feng, die Feuer-Phönixe (auch: Phönixe aus himmlischen Feuer bestehend)

Dabei war
Hun Dun (Gestaltloser) - Das Ur-Chaos war da.  Sein ursprünglicher Name war Dai Lai Shang Thi De Guang Ming (Der das Licht von ShangTi in sich trägt). Analogien zu Luzifer (Latein), Teufel (Christentum), Gaja (Griechisch), Tiamat (Sumerisch), Apis (Altägyptisch), Ometeotl (Aztekisch).

Danach kamen die
Kui Long - Die Anführer-Drachen entstanden nach der Trennung von Licht und Schatten. Sieben Kui Long auf der Seite des Lichtes, sieben weitere auf der Seite des Schattens und zehn als neutrale Beobachter.  Analogien zu Alte Götter (diverse Kulturen), Seraphinen (Altes Testament), Erzengel (Neues Testament), Titanen (Griechische Mythologie), Asen und Wanen (Nordische Mythologie)

Zeitgleich kamen die Qi Long - Zehntausende Energie-Drachen. Zusammen mit den sieben Kui Long des Lichts und sieben Kui Long des Schattens traten Eintausend der Qi Long in den Kreislauf des Lebens und der Wiedergeburten ein, die Basis-Seelen der Reinkarnation. Analogien zu Engeln (Neues Testament), Dämonen (Orientalisch; bedeuten übrigens "Höhere Wesen" und beinhalten keine Wertung)

Zeitnah kam die Trennung von Licht und Finsternis: Der große Krieg und danach der Anfang der physischen Materie: Aus dem Körper des Hun Dun werden Universum, Erde, Natur, Pflanzen, Tiere und Menschen. Geschaffen durch die Kui Long des Lichts und die Kui Long des Schattens.

Nach diesen grundlegenden Geschehnissen dann endlich die Gründung der (später so genannten) Chinesischen Kultur durch die San Huang (die drei Erhabenen):

Fu Xi | Der Anführer der Kui Long der Schatten; auch genannt Hu (Drache des Nord-Meeres) und Lei Shen (Donner-Gott). Analogien zu Osiris (Altägyptisch), Thor (Nordische Mythologie), Aza El (Neues Testament), Tezcatilpoca oder Xolotl (Aztekisch) 

Nü Wa | Eine der Qi Long, versuchte zwischen Licht und Schatten zu vermitteln; auch genannt Nü Gua (Urmutter) oder Yu Er (Jade-Kind). Analogien zu Ganga (Indisch), Medusa (Griechisch), Isis (Altägyptisch), Rigani (Keltisch), Coatlicue (Aztekisch)

Shen Nung | Der Anführer der Kui Long des Lichts; auch genannt He Shen (Gott der Harmonie)oder Yu Shen (Jade-Gott); wiedergeboren als Huang Di (Der Gelbe Kaiser) und als Wu Tai Bo (Begründer des Reiches Wu in der 13. Generation von Huang Di). Analogien zu Marduk (Sumerisch), Horus (Altägyptisch), Tyr (Nordische Mythologie), Quetzcoatl (Aztekisch), Serephim mit Flammenschwert vor dem Himmelstor(Altes Testament)