Um 1200 v. Chr. erzählt die babylonische Schöpfungsgeschichte von Tiamat, dem Meer und Riesenungeheuer als Urmutter aller Götter. Sie trachtet dem Gott Marduk nach dessen Leben, doch der spaltet ihren Leib, ordnet diesen zu einer Hohlkugel und richtet in der Kugel die Welt ein, die wir kennen - aus den Augen Tiamats zum Beispiel machte er die Quellen von Euphrat und Tigris.
Ungefähr 1800 v. Chr. berichtet das Atramchasis-Epos von der Erschaffung des Menschen. Damals waren die Götter noch alleine auf der Welt und teilten sich auf in regierende Götter und arbeitende Götter. Als die arbeitenden Götter in den Streik traten, schuf Ea, einer der regierenden Götter Abhilfe, indem er aus Lehm den Menschen schuf, der nach getaner Arbeit wieder zu Lehm werden sollte (oder: Asche zu Asch; Bibel). Klugheit und Leistungsfähigkeit erhielt der Mensch dadurch, dass sich einer der Götter opferte und dessen Fleisch und Blut mit dem Lehm vermengt wurde (oder: Gott blies dem Menschen den Heiligen Geist ein; Bibel). Als sich aber die Menschen immer stärker vermehrten und die Götter keine Ruhe mehr fanden, sandte der Götterkönig Enlil diverse Plagen und Ea rettete die Menschheit nach der Sintflut durch den Kompromiss, dass er dessen Lebenszeit drastisch verkürzte und nicht jede Frau Kinder gebären konnte (oder: Vergleiche Lebenszeiten der Menschen im Alten Testament und im Neuen Testament).
Harmonie & Mitte, Gleichmut & Gleichgewicht galten für Konfuzius als das höchste menschliche Ziel. Den Beginn des Weges sah Konfuzius vor allem in der Bildung, was heute erst recht bitter nötig ist. Kung Fu Tze wurde während der Zeit der Östlichen Zhou-Dynastie 551 v.Chr. in der Stadt Qu Fu im chinesischen Staat Lu (der heutigen Provinz Shan Dong) geboren. Zwei Jahre nach seiner Geburt, starb sein Vater. Der junge Kong Qiu wurde von 539–533 v.Chr.von seinem Großvater in den Lehren des "Alten Himmels" unterwiesen. Im Alter von 19 Jahren heiratete er und erhielt vorerst in den Jahren 532–502 v.Chr. niedrigen Anstellungen, wie z.B. Scheunen-Aufseher. Zwischenzeitlich starb seine Mutter 529 v.Chr.
Nach einem Treffen mit dem Gelehrten des Dao (Tao) Lao Tse (Lao Zi) in Luoyang 518 v.Chr., mußte er zwei Jahre später die Flucht aufgrund interner Machtkämpfe am Hofe von Lu ergreifen und bat um Exil im Nachbarstaat Qi. 16 Jahre später konnte er nach Lu zurückkehren und begann um 500 v.Chr. politisch aufzusteigen. Sein Sinnen und Trachten war es, die Menschen auf den "alten Weg" zurückzuführen, wie es einst die Allerersten lehrten. Die Möglichkeit hierzu sah er nicht in dem passiven Rückzug, der Welten-Flucht oder der Einsiedelei, wie er sie in dem Leben von Lao Tze erlebte, sondern er wollte aktiv etwas bewirken und selbst dabei tätig sein, das Bildungssystem neu zu reformieren und den Menschen das "Wissen der Allerersten", die "Lehren des Alten Himmels" näher bringen, um sie somit anzuleiten, moralisch und ethisch an sich selbst zu arbeiten, in ihrem Denken und Fühlen edel und wahrhaftig zu werden, mitfühlend, liebevoll und barmherzig zu sein, dadurch in Harmonie, in Einklang mit allem (Himmel und Erde; Mensch und Natur; Körper, Seele und Geist; Schöpfergott, Ahnen und lebenden Menschen) zu gelangen und sich letztlich auf das eigentliche Ziel des menschlichen Daseins vorzubereiten.
Aktualisiert (Montag, den 14. Februar 2011 um 15:41 Uhr)
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Seit 1500 v. Chr. entwickelten sich die ältesten Schriften der Hindus, die Veden. Und in der Nachfolge viele Interpretationen, insbesondere die so genannten Brahmanas und die Upanischaden. Alle zusammen bildeten die Grundlage für die Puranas: Götter- und Heldensagen mit vielerlei Darstellungen vom Anfang der Welt und der Entstehung der Wesen. Auch hier finden wir schliesslich den einen Schöpfergott wie in (fast) allen Mythologien, hier ist es Brahma. Brahma bildete aus sich heraus Wasser, setzte seinen Samen hinein und es wurde das Goldene Ei geboren, in welches Brahma selbst hineinging, um es mit der Kraft seiner Gedanken in zwei Hälften zu teilen: Himmel und Erde. Dann beauftragte Brahma den Baumeister Vischvakarma mit dem Bau von Mann und Frau. Auch die heiligen Schriften der Hindus, die Veden und Puranas kennen im übrigen Gut und Böse, trennen Götter (Suras) und deren Widersacher (Asuras), die einen haben sich der Wahrheit ergeben, die anderen dem Gegenteil. Die Asuras, die Dämonen der heiligen Schriften der Hindus, waren egoistisch, während die Suras eher sozial eingestellt waren. Der Egoismus der Asuras liess sie erfolgreich sein und schon bald drohten sie, die Götter zu besiegen. Diese allerdings riefen Vischnu zu Hilfe und obsoegten durch eine List. Was ist gut, was ist böse?
Aktualisiert (Montag, den 14. Februar 2011 um 15:44 Uhr)
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Chinesische Gelehrte befassten sich nachweislich seit 400 v. Chr., also ungefähr 200 Jahre vor dem Zeitpunkt, als sich das bildete, was wir heute China nennen, und auch noch in den 400 Jahren der Han-Dynastie (漢朝) mit Spekulationen über die Entstehung der Welt, der Schöpfung. Drei Weltbilder konnten sich so nachhaltig festsetzen, so dass sie auch nach der Ankunft der Jesuiten im 16. Jahrhundert n.Chr. und noch weit bis ins 20. Jahrhundert fortlebten:
Moderne chinesische Wissenschaftler staunten nicht schlecht, als sie feststellten, dass die Xuan Ye-Lehre (宣夜说) bereits seit mindestens 2.400 Jahre die moderne Ansicht hatte, dass die Gestirne im leeren Raum schwebten und dass Himmel und Erde nur ein Reiskorn seien im Vergleich zur Grösse des Raumes um sie herum. Alten Überlieferungen sind diese Ansichten sogar deutlich älter, jedoch nur in sehr kleinen Kreisen bekannt. Die Hun Tian-Schule (浑天说) wiederum meinte, der Himmel sei ein Ei und die Erde darin wie das Dotter, so dass man von der Erde nur die Innenseite der Schale wahrnehme, nicht aber das, was tatsächlich sei, nämlich ausserhalb des Ei. Und die dritte kosmologische Konzeption, die im gemeinen Volk verbreitete Gai Tian-Theorie (盖天说) war zugleich die archaischste und erfolgreichste und lebte bis zum Ende des Kaiserreiches im 20. Jahrhundert. Ihr zufolge ist der Himmel eine umgestülpte Schale, die auf den vier Meeren an den vier Seiten der quadratischen Erde auf mehreren Pfählen getragen würde.
Aktualisiert (Montag, den 14. Februar 2011 um 15:38 Uhr)
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In Indien gab es bereits vor der Entstehung des Hinduismus Monolithe in Phallusform als Kultobjekte. Was nicht sonderlich verwundert, da die Entstehung der Menschen göttlich war und die Vermehrung der Menschen zugleich die Verbreitung göttlichen Wesens bedeuten sollte. Die Hindus assimilierten diese Symbolik in ihre Glaubenskultur, wie das Christentum zahlreiche Legenden, Mythen und Symbole anderer Religionen in das Alte und das Neue Testament einfügte. Bis heute verehren die Hindus den Gott Schiva im steinernen Phallus, dem Linggam als Symbol seiner Schöpferkraft. Diese Verehrung des Schiva-Linggam ist bis in das 2. Jahrhundert v.Chr. zurückzuverfolgen. Über den gesamten Subkontinent Indien verteilt existieren 12 berühmte, "aus Licht geschaffene", also nicht von Menschenhand entstandene megalithische Liggams, die bis heute Wallfahrtszentren sind.
Aktualisiert (Montag, den 14. Februar 2011 um 15:42 Uhr)
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Bis heute beschäftigen sich diverse Wissenschaftler mit dem Mythos Atlantis: Atlantis war eine grosse Insel mitten im Okeanos, wie die Griechen das Weltrandmeer nannten. Sie ist vor langer, langer Zeit bei einer sintflutartigen Katastrophe im Meer versunken und mit ihr der blühende, führende und einmalieg atlantische Staat. Die wenigen Überlebenden gaben die Kunde des Untergangs in aller Welt bekannt - so oder so ähnlich wurde Atlantis von einer Vielzahl von Autoren des Altertums beschrieben. Einer der berühmtesten war Platon, der in mindestens zwei Werken von Atlantis berichtete, indem er imaginäre Zeugen miteinander sprechen liess.
Demnach habe Atlantis alle bekannten Länderund die des Mittelmeeres beherrscht, verfügte über eine gewaltige Streitmach, ein florierendes Staatswesen, besonders schöne Menschen und einen besonderen Zugang zu den Göttern. Die Atlanter beherrschten diese Welt von einer Insel jenseits der Säulen des Herakles (Gibraltar, von Griechenland aus gesehen), die grösser als Asien und Lybien zusammen war. Wobei zu Zeiten Platons Lybien das gesamte bekannte Afrika jenseits Ägyptens war.
Aktualisiert (Montag, den 14. Februar 2011 um 15:37 Uhr)
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