Griechische Mythologie

Vor dem Anfang aller Dinge herrschte Chaos und gähnende Leere. Daraus entstanden Gaia, die Erde und Sitz des Seins sowie Eros, die Macht des Liebesbegehrens, welche die Welt erschuf. Als sich dann Erebos, das Dunkel und Nyx, die Nacht, beide Kinder des Chaos, vereinten, entstanden daraus Aither, das Sternenlicht und Hemere, der Tag. Wie in anderen Mythologien also auch hier das Chaos am Anfang, die Vereinigung von Göttern und die Entstehung von Gegensätzen. Gaia wiederum erschuf aus sich heraus und ohne Gatten Uranos, der wiederum mit seiner Mutter das Titanengeschlecht schuf.

Ausserdem entstanden aus dieser Mutter-Sohn-Beziehung drei Zyklopen, drei hundertarmige Riesen und einige andere Gestalten, die Uranos allerdings allesamt nicht mochte und sie tief in der Erde verbarg. Das entzürnte Gaia so sehr, dass sie ihren jüngsten Sohn Kronos anstiftete, Uranos zu entmannen und dessen Glied ins Meer zu werfen. Hieraus entstand die wunderschöne Aphrodite, die "schaumgeborene Göttin der Liebe" - aus den Blutstropfen aber, die Gaia trafen, entstanden die Erinyen, die sich als Rachedämonen einen Namen machten und es entstanden die rauflustigen Giganten sowie die Baumnymphen - aus denen wiederum später die Menschen entstanden.

Kronos jedenfalls wurde zwar entmannt, aber der König der Titanen und Herrscher der Welt, während Gaia heimlich Zeus zur Welt brachte. Der wiederum rächte die von Kronos ermordeten Geschwister und führte einen zehnjährigen Krieg gegen Kronos, den Zeus durch Hilfe der von Kronos verbandten drei Riesen gewann. Die siegreichen Olympier teilten sich von da an die Welt auf: Poseidon wurde der Herrscher der Meere; Hades defr Herrscher der Unterwelt und Zeus der Herrscher über Himmel und Erde, über Biltz und Donner. Bekanntermassen stellte er noch eine ganze Menge an, herrschte auf dem Olymp manchmal mehr Chaos, als am Anfang der Geschichte und herrschten Eifersucht und Intrigen, wurden viele Halbgötter geschaffen und die Menschen immer wieder Spielball der Götter. Bis heute?