Atlantis

Bis heute beschäftigen sich diverse Wissenschaftler mit dem Mythos Atlantis: Atlantis war eine grosse Insel mitten im Okeanos, wie die Griechen das Weltrandmeer nannten. Sie ist vor langer, langer Zeit bei einer sintflutartigen Katastrophe im Meer versunken und mit ihr der blühende, führende und einmalieg atlantische Staat. Die wenigen Überlebenden gaben die Kunde des Untergangs in aller Welt bekannt - so oder so ähnlich wurde Atlantis von einer Vielzahl von Autoren des Altertums beschrieben. Einer der berühmtesten war Platon, der in mindestens zwei Werken von Atlantis berichtete, indem er imaginäre Zeugen miteinander sprechen liess.

Demnach habe Atlantis alle bekannten Länderund die des Mittelmeeres beherrscht, verfügte über eine gewaltige Streitmach, ein florierendes Staatswesen, besonders schöne Menschen und einen besonderen Zugang zu den Göttern. Die Atlanter beherrschten diese Welt von einer Insel jenseits der Säulen des Herakles (Gibraltar, von Griechenland aus gesehen), die grösser als Asien und Lybien zusammen war. Wobei zu Zeiten Platons Lybien das gesamte bekannte Afrika jenseits Ägyptens war.

Nach diesen Überlieferungen und den Dialogen Platons nach entstand Atlantis, als die Götter die Welt unter sich aufteilten und Poseidon die Insel Atlantis erhielt. Poseidon verliebte sich in die Sterbliche namens Kleito und zeugte mit ihr gleich fünf männliche Zwillingspaare. Den Erstgeborenen nannte er Atlas und machte ihn zum Herrscher. Vom Wohnsitz seiner Mutter aus, einem Hügel inmitten fruchtbarer Ebenen und umgeben von drei Gräben herrschten er und seine Nachkommen über viele Menschengenerationen hinweg und schufen einen unermesslichen Reichtum. Sie schufen Tempel, ein Bewässerungssystem, das zwei Ernten pro Jahr zuliess und zahlreiche soziale Projekte. Der Tempel auf dem Herrscherhügel hatte eine Länge von 200 Metern, war aussen mit Silber beschlagen, innen voller Edelszteine und Kelito und Poseidon zu Ehren errichtet. Das Gemeinwesen florierte, jede der zehn Provinzen richtete sich nach den Gesetzen des Poseidon und doch waren die Könige frei in ihren Entscheidungen, sofern sie nicht gegen die Regeln des Poseidon verstiessen.

All das endete, als im Laufe der Generationen der göttliche Anteil in den Menschen mehr und mehr durch die Mischung der Gene verschwand, die Menschen nicht mehr weise, sozial und milde handelten, als sie immer ungehorsamer wurden und sich nicht mehr nach Poseidons Regeln lebten. Der Olymp strafte sie alle und liess Atlantis versinken.